am 01. September 2026 21:44
Hallo zusammen,
ich wollte eine Beobachtung teilen, die vielleicht für andere mit ähnlicher Installation nützlich ist.
Bei mir sind seit 2022 rund 35 Heizkörper-Thermostate II in zwei Häusern verbaut, größtenteils direkt (ohne Fremdventil-Adapter) auf M30x1,5-Ventilgewinde geschraubt. Jetzt, nach knapp vier Jahren, ließ sich eines der Geräte (Küche, Heizkörper an der Wetterseite direkt unter dem Fenster) nicht mehr vom Ventil lösen – die Überwurfmutter saß komplett fest, auch mit Rostlöser (WD-40, Caramba) und vorsichtigem Werkzeugeinsatz war nichts zu machen.
Ich musste die Mutter am Ende mit einem Dremel durchtrennen. Dabei kam heraus: Die Mutter besteht aus Aluminium, nicht aus Kunststoff, wie ich zunächst angenommen hatte. Das Gewinde darunter war komplett mit dunklen, festsitzenden Ablagerungen zugesetzt.
Meine Vermutung (nach Rücksprache und etwas Recherche): Kontaktkorrosion zwischen der Aluminium-Mutter und dem Messing-/Stahlgewinde des Ventils, begünstigt durch wiederkehrende Kondensation an dieser Stelle – der Heizkörper hängt an der Außenwand direkt unter einem Fenster, also genau dort, wo Temperaturunterschiede und Feuchtigkeit am größten sind.
Zwei Fragen an euch bzw. an Bosch:
Für alle mit ähnlicher Installation (Thermostat an Außenwand/unter Fenster): Es könnte sich lohnen, die Mutter gelegentlich probeweise mit moderater Kraft zu lösen und mit einem säurefreien Silikonfett (z. B. Armaturenfett) nachzufetten, bevor sie sich komplett festsetzt – dann lässt sie sich beim nächsten Thermostatwechsel oder einer Wartung problemlos wieder öffnen.
02. September 2026 09:34 - bearbeitet 02. September 2026 09:35
Hallo @Ventilflüsterer ,
vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Gewindfett bei der Montage kann nicht schaden, so lange es säurefrei ist. Ein weiterer Hinweis, der besonders wichtig ist: Die Überwurfmutter bitte nur handfest anziehen! Egal ob Kunststoff, Aluminium oder Messing, Wasserpumpenzangen haben an diesen Muttern nichts zu suchen.