vor 4 Stunden
Moin!
Seit drei Jahren hängt ein Raumthermostat II auf meinem Balkon und hat sich dort zur Messung der Außentemperatur und -luftfeuchtigkeit bewährt. Regengeschützt montiert übersteht es den ganzjährigen Außeneinsatz gut.
Der Anschluss für einen externen Temperaturfühler blieb bisher ungenutzt. Beim vorgesehenen Temperaturfühler für Raumthermostate II handelt es sich um einen NTC 10k, also einen veränderlichen Widerstand mit einem Nennwert von 10 kΩ bei 25°C. Bei zunehmender Temperatur nimmt der Widerstand ab. Dieser wird vom Raumthermostat II gemessen und in eine Temperatur umgerechnet.
Die Idee: Schließt man statt eines Temperaturfühlers einen normalen 10 kΩ-Widerstand und parallel dazu einen Regenfühler an, so werden im trockenen Zustand 10 kΩ = 25 "°C" gemessen. Wird der Regenfühler nass, dann wird er leitfähig und der Gesamtwiderstand der Parallelschaltung nimmt ab. Dies sollte sich in einer höheren gemessenen "Temperatur" ausdrücken.
Der Versuchsaufbau: Eine Standard-Regenfühlerplatine, etwas Kupferlackdraht, ein Widerstand und zwei Aderendhülsen. Gesamtkosten unter 5 Euro:
Trocken werden wie erwartet ca. 25 angezeigt:
Mit etwas Wasser steigt der Wert schnell auf über 26:
Nun noch ein Zustand und zwei einfache Automationen...
... und dann der erste Praxistest: Mit Isolierband aufs Balkongeländer geklebt und auf Regen gewartet (was zur Zeit nicht lange dauert):
Funktioniert! Bei leichtem Regen stieg der Wert schnell auf über 26, bei starkem Regen auch auf über 28.
Nun das ganze noch etwas ordentlicher befestigen und dafür sorgen, dass das Wasser gut abfließen kann, dann sollte einem Praxiseinsatz nichts mehr im Wege stehen. Erster Einsatzzweck: Verhindern, dass an warmen, aber nassen Sommertagen die Balkonmarkise automatisch ausfährt.
Viel Spaß beim Nachbauen!
Maurice