am 24. Dezember 2025 20:19
Kürzlich fiel mir auf, dass der Kompressor meines Kühlschranks (relativ alt, ohne Elektronik, ohne Temperaturanzeige) immer häufiger immer länger läuft. Das Gefrierfach fühlte sich auch ungewöhnlich kalt an. Also da mal ein Raumthermostat II reingelegt. Jetzt weiß ich immerhin, wie tief der Messbereich (mindestens) geht! 😅
Vermutlich Thermostat defekt (klassisch mit Kapillarrohr). Es musste schnell ein Workaround her, der nun so aussieht:
Kühlschrankthermostat ausgebaut und durch ein Smartes Relais ersetzt. Dieses als Elektroheizung konfiguriert. Raumthermostat II in den Kühlschrank gestellt. Beide dem selben "Raum" Kühlschrank zugeordnet. Da in dieser Konstellation kein Kühlbetrieb möglich ist, habe ich den Relaiskontakt einfach in den Einstellungen invertiert (Relais öffnet zum "Heizen").
Funktioniert recht gut. Das Relais schließt ca. 0,2°C über und öffnet ca. 0,2°C unter Solltemperatur. Den Türschalter habe ich an S1 angeschlossen (entkoppelt); mal sehen, wozu das noch nützlich sein könnte. Momentan wird beim Öffnen der Tür das Display des Raumthermostats eingeschaltet.
Wird wahrscheinlich nur eine Übergangslösung sein, zumal ich schnell an die Grenzen der Zuverlässigkeit des Systems erinnert wurde: Einen Tag später stürzte mal wieder der Zigbee-Treiber im SHC II ab (wodurch die Verbindung zu allen Geräten abbricht). Bis ich das bemerkte, hatte der Kühlschrank schon um die 12 Grad.
Aber gut, dass man sich so über die Feiertage erstmal behelfen kann!
am 24. Dezember 2025 20:50
Sprichwörtlich Coole Sache! Und der Einbauraum, in welchem du das Relais platziert hast, ist ja wie dafür gemacht.
Ist es ein alter Bosch/Siemens/Neff/Gaggenau Kühlschrank? Wäre ne tolle Retrofit Lösung um die alten Geräten ins smarte Zeitalter zu bekommen 😁
am 24. Dezember 2025 21:03
Ist ein "Siltal", damals zu meiner Studentenzeit gebraucht gekauft. Dürfte mittlerweile an die 20 Jahre alt sein.
am 25. Dezember 2025 13:56
Alle Achtung, mal wieder eine coole, kreative Nutzung. wäre das mit einem Zwischenstecker statt Relais nicht etwas einfacher auch gegangen? Klar, die Regelung ist dann nicht so genau, aber die wenigstens haben ja mal so ein überzähliges Relais übrig, während man auf einen Zwischenstecker an Lampe oder Waschmaschine leichter mal verzichten kann.
am 25. Dezember 2025 15:05
Anders als das smarte Relais lassen sich die Zwischenstecker nicht auf "ausschalten zum Heizen" umstellen. Die Temperaturregelung müsste man dann über eigene Automationen lösen.
Das Licht im Kühlschrank funktioniert dann auch nicht mehr (bzw. nur, während der Kompressor läuft).
Und an die Steckdose hinter dem Kühlschrank muss man erstmal drankommen... Ist natürlich individuell unterschiedlich, ob man kleine Elektroarbeiten oder schweres Möbelrücken als einfacher empfindet. 😁
Das smarte Relais kam bisher als akustischer Signalgeber zum Einsatz. Diese Aufgabe übernimmt nun das ungenutzte zweite Relais einer Lichtsteuerung II. Etwas leiser, aber funktioniert auch.
am 08. Februar 2026 16:34
Um hier mal einen Deckel drauf zu machen: Das Projekt ist beendet, der alte Kühlschrank mittlerweile entsorgt und Thermostat + Relais haben wieder andere Aufgaben bekommen.
Es war aber eine gute Übergangslösung, um Zeit für die Recherche nach einem neuen Kühlschrank zu gewinnen. Der neue ist übrigens nicht "smart", der Mehrpreis (> 200 €) stand für mich nicht in einem angemessenen Verhältnis zum objektiven Mehrwert. Wie oft verstellt man schon die Kühlschranktemperatur?
am 08. Februar 2026 20:11
Ein smarter Gefrierschrank würde für mich auch nur Sinn ergeben, wenn es klug mit Solarüberschuss genutzt werden kann: wenn Überschuss, dann Temperatur auf -24, wenn kein Überschuss, dann zurück auf -18. Da müsste man mal aber erst mal mit einem Zwischenstecker messen, wie da der Wirkungsgrad ist (eingesetzte kWh zum Runterkühlen und dann ohne Kompressor wieder auf -18• aufwärmen lassen versus kWh zum Temperatur halten über die gleiche Zeit)
am 08. Februar 2026 22:21
Das könnte tatsächlich funktionieren, Photovoltaik habe ich aber nicht.
Und ob sich das jemals amortisieren würde? Mein "neuer" braucht laut Energielabel 159 kWh / Jahr. Angenommen, man könnte das mit der smarten Solar-Lösung um 30% reduzieren, dann wären das im Jahr ca. 15 Euro Ersparnis. Mehrpreis für Home Connect (ja, es wurde ein Bosch 😆) wäre aber wie gesagt über 200 Euro gewesen.
am 09. Februar 2026 08:37
Hallo @Maurice ,
vielen Dank für den "Test". Mein Senf dazu: Ich bezweifele schon immer das Kaufmotiv "Amortisation". Der "Spaßfaktor" oder "Entdeckertum" ist ein weiteres Motiv. Ich habe damals einen smarten Kühlschrank von Bosch gekauft. In diesem Fall ist sogar die "Amortisation" eigetreten. Kurz nach dem Start in den Urlaub meldete sich das "System" mit "Türalarm". Wir hatten im Abreisestress offensichtlich die Kühlfachtür nicht richtig geschlossen. So konnten wir unsere Tochter ins Haus schicken und rechtzeitig die Tür schließen lassen. Ohne "Smarthome" hätten wir neben einer horrenden Energierechnung auch den gesamten Inhalt entsorgen können....💲💲
@Ami , clever ist deine Idee zur Einbindung in einen "richtigen" Energiemanager. Dazu habe ich auch schon mal Vorschläge unterbreitet. Auch im Zusammenhang mit flexiblen Tarifen und intelligenter Speicher- und PV-Nutzung. Leider bisher ohne Resonanz......
am 09. Februar 2026 11:38
Da muss es bei der Abreise aber wirklich hoch hergegangen sein, denn einen akustischen Türalarm hat das Gerät ja sicher auch? Auf jeden Fall gut, dass euch so viel Ärger erspart wurde!
Ob es sich wirklich amortisiert hat ist aber selbst in so einem krassen Fall fraglich. Was hätten die verdorbenen Lebensmittel und der zusätzliche Stromverbrauch für ein paar Wochen gekostet? Sicherlich keine hunderte Euro.
Die Freude am Experimentieren spielt natürlich auch bei mir eine gewisse Rolle, aber immer in Abwägung mit anderen Aspekten. Hätte das Gerät ohnehin Home Connect, dann hätte ich es natürlich eingerichtet und mal geschaut, für was es gut sein könnte. Vielleicht hätte ich auch 50 Euro mehr dafür ausgegeben. Aber bei über 200 Euro muss der Spieltrieb zurückstecken.
Bei der Energieeffizienzklasse habe ich es ähnlich gehandhabt. Von E bis A stand alles zur Debatte. Je energieeffizienter, desto teurer in der Anschaffung, aber desto niedriger die laufenden Kosten. Letztendlich wurde es dann C, denn nach meiner Rechnung sind dabei die Gesamtkosten über die zu erwartende Lebensdauer am geringsten.