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Planung Neubau mit Bosch II

Max1411
Apprentice Homie

Hallo zusammen,

 

nachdem ich im Neubau KNX aus Kostengründen verworfen habe und in der Bestandsimmobilie eigentlich mit einfachen Hue-Lösungen schon ziemlich happy bin, dachte ich auch im Neubau an eine derartige Lösung. Bisher ist einfach eine konventionelle Verkabelung geplant. An der kompletten Außenanlage und innen wo gedimmt werden soll, habe ich mit Hue Birnen gerechnet. Jalousien wollte ich über Rademacher fahren, da diese die Lamellenposition ansteuern können, was bisher bei Bosch wohl nicht möglich war. Rademacher ist leider nicht Apple HomeKit kompatibel.

 

Ein paar Monate nach meiner letzten Recherche, finde ich nun die Bosch Teile der 2. Generation mit verstellbaren Lamellen und Apple Kompatibilität und bleibe nun bei mehreren Bosch Dingen hängen, wozu sich mehrere Fragen ergeben haben:

 

Jalousien würden wir nun also über die Licht-/Rollladensteuerung II fahren.

Nun überlege ich auch noch, ob wir für das Licht die selben Teile mit in die Dosen legen lassen sollen. Verstehe ich es richtig, dass hier alle konventionellen Bauteile bleiben, auch bei Kreuz und Wechselschaltungen und nur zusätzlich pro 2 "Lichtkreise" eine Licht-/Rollladensteuerung II verbaut wird? Nun könnte ich zwar die Lampen smart ansteuern, aber nicht Dimmen. Ein Bosch Dimmer soll wohl auch noch kommen. Nun müsste ich also trotzdem eine Hue Birne verbauen. Kann ich dann z.B. über Siri die Lampen ansteuern, die aus der Licht-/Rollladensteuerung II und einer Smartbirne bestehen, oder beißt sich das? Hier müsste ja zum einen die Licht-/Rollladensteuerung II geschaltet werden und dann die Dimmung in der Birne. Gibt es dabei Probleme? Z.B. wenn die Licht-/Rollladensteuerung II etwas verzögert ist, die Birne damit keinen Strom hat und nicht auf den Dimmbefehl reagieren kann? Der Vorteil wäre eben, die Birnen komplett smart anzusteuern. Ohne die Licht-/Rollladensteuerung II müsste ich ja noch den konventionellen Schalter bedienen. 

 

Zusätzlich würde ich noch Fenstersensoren verbauen und Outdoorkameras sowie Rauchmelder und Weiteres. Gerät der Smart Home Controller II irgendwann an Grenzen bei der maximalen Geräteanzahl? Ich finde bei Gen 2 keine Angaben, nur bei Gen 1.

 

Darüber hinaus möchte ich gerne ein Einfahrtstor ansteuern, gerne über einen Taster/Schalter irgendwo am Carport, insbesondere aber über Siri. Gibt es hier etwas von Bosch? Ich finde hier nur so etwas: https://www.amazon.de/Garagentor%C3%B6ffner-funktioniert-APP-Steuerung-SmartThings-erforderlich/dp/B...

 

Man bräuchte doch hier eigentlich auch einfach nur einen smarten Taster, der die Belastung abkann, oder? 

 

Ebenfalls interessant wäre eine smarte Haustüre. Von der Funktionalität her wäre das Yale Linus Smart Lock genau mein Ding, aber ich würde mir gerne das Kästchen optisch ersparen, da wir ohnehin in der Haustüre die Ansteuerung eines Motorschlosses vorgesehen haben. Gibt es hier etwas in der Smart Home Welt außerhalb von KNX, was entweder mit Bosch harmoniert oder mit Apple HomeKit?

 

Vielen Dank schon mal.

Max

 

5 ANTWORTEN 5

Maurice
CEO of the Homies

Smarte Lampen (Hue / Ledvance) sollten nicht an den Ausgang einer Lichtsteuerung angeschlossen werden, sondern an Dauerstrom. Sonst kommt es genau zu den von dir vermuteten Problemen. Als Bedienelemente am besten Universalschalter (Flex) verwenden, damit kann man auch dimmen. Falls es unbedingt konventionelle Schalter sein sollen: Diese an eine Licht-/Rollladensteuerung II - Lichtsteuerung anschließen, deren Ausgänge aber nicht verwenden, sondern die Lampen über Automationen schalten.

Zwei Schaltergruppen pro Lichtsteuerung II ist korrekt, auch bei Kreuz- / Wechselschaltung. Im Neubau würde ich aber eher Taster verbauen, das kann die Steuerung auch.

 

Ein Relais ist angekündigt, damit müsstest Du das Tor steuern können. Evtl. lässt sich auch eine Lichtsteuerung II zweckentfremden, kommt auf das Tor an.

 

Außer dem Yale gibt es leider keine kompatiblen Smart Locks. [Edit: Keine zu Bosch Smart Home kompatiblen Smart Locks. HomeKit: Keine Ahnung.]

Privater Endanwender, kein Bosch-Mitarbeiter.

MartinMajewski
Apprentice Homie

Ganz ehrlich? Ich würde die Finger von Bosch Smart Home lassen, falls ich vor hätte das ganze Haus auszustatten! Ich habe vor zwei Jahren gebaut und bin mit Bosch jetzt auf die Schnauze gefallen, weshalb ich wohl auf Homematic IP (trotz Cloud-Zwang) gehen werde.

 

Der Grund ist, dass bei Bosch in allen Sektoren nur noch Wirrköpfe arbeiten. Sogar Bosch Professional wird immer schlechter. Bei Bosch Smart Home haben sie aber den Vogel abgeschossen. Die Generation 2 spuckt jedem Nachrüster und Häuslebauer mit schmalerem Geldbeutel ins Gesicht. Beispiel Fußbodenheizung: Wenn man seine 24V / 230V FBH nun Smart machen will, muss man Leitungen für die Raumthermostate mitten in die Wand bringen, denn in normale Mehrfachrahmen passen die nicht mehr. Und Gen 1 ist nicht mehr verfügbar bzw. überteuert.

 

 Und falls Bosch irgendeine Lösung für das Dilemma plant, dann kommunizieren sie es nicht offen.

 

 Ich wollte nach und nach die Zimmer ausrüsten, jetzt kann ich einige hundert Euro in den Wind schreiben.

 

 Oh, und dann soll ich noch demnächst eine neue Controller-Box kaufen?!

 

 Würde ich also auf einen solchen Hersteller setzen, bei dem ich mir nicht sicher sein kann, dass ich in drei Jahren noch Ersatz für eventuell defekte Smart Home Peripherie bekomme, die zudem in die fertige Elektro-Installation meines Hauses passt?

Slugbuster
Homie

Da hast Du wohl recht, aber wo kann man sicher sein, dass andere Hersteller nicht auch neue , evtl. nicht kompatible Versionen herausbringen ? Mich würden eher die technischen Probleme der Gen 2 Geräte vom Kauf abhalten . Homematic ist nun ja auch schon länger auf dem Markt und wer weiß schon , ob die sich nicht auch etwas neues überlegen. 

Davor kann man nicht sicher sein, das stimmt. Allerdings ist deren Produkt-Lineup einerseits größer, so dass man eine Automatisierungsproblem mit der Kombination verschiedener Lösungen erreichen kann, andererseits ist es seit langem konsistent und konstant. Somit gibt es die Produkte auch in größeren Mengen im Umlauf.

Zu Punkt 1 als Beispiel: Fussbodenheizung. Es gibt gleich drei Systeme und unterschiedliche Ausprägungen bei Homematic IP. Entweder über das alte Steuerpult, welches die üblichen Stellantriebe (Wachsmotor) steuert (Ausprägung 24V und 230V). Dann gibt es die 24V und 230V Wandthermostate, welche auch Bosch in Gen 1 genutzt hat. Und dann gibt es das neue Steuerpult, welches die stufenlosen Stellmotoren betreibt (Ausprägung wired und wireless). Damit kann man diverse Kombinationen fahren. In meinem Fall rüste ich von den 230V Wandthermostaten nun auf die neue Steuerlogik um. Damit kann ich die freigewordene UP-Dosen, welche bei mir leider direkt an den Schaltern- und Steckdosengruppen hängen, für andere zwecke nutzen, oder verblenden. Den Thermostat kann ich nun wireless irgendwohin hängen bzw. stellen. Mir reicht der Batteriebetrieb, aber es gibt auch Lösungen, um die Sachen via Stromanschluss dauerhaft zu versorgen.
Oder aber ich behalte die UP-Dosen für den Zweck der Thermostate und setze sie da ein. Auch hier gibt es passende Adapter, um die Leitung, welche ich nun nicht mehr für die Versorgung der Stellantriebe brauche, für die dauerhafte Stromversorgung der Thermostate zu nutzen. Ich bin damit flexibel und kann sogar zusammengefasste Wasserkreisläufe (offene Wohnzimmer-Diele-Küche-Kombi) nun einzeln ansteuern und somit den Temperaturgradienten steuern.
Und wenn ich die Steuerung nicht direkt im Wandthermostat will, hole ich mir die reinen Temperaturfühler, welche in Gira, B-J und Merten passen und steuere den Bums dann via Smartphone oder einem zentralen Pult. Versuch das mal mit Bosch Smart Home... 

was mich zu Punkt 2 bringt: Die blöden 230V Thermostate, die Bosch einzig für mein Szenario bereithielt, waren schon immer schlecht am Markt zu bekommen und mit 100 Euro aufwärts doppelt so teuer wie die Homematic IP derivate, welche baugleich sind. Und nun sind die Sachen komplett vom Markt und man bekommt sie nur noch zu Wucherpreisen und oft nur gebraucht.

Es ist einfach das Verhältnis der Marktpräsenz, welche mein Vertrauen von Bosch Smart Home komplett zerstört hat: Erst bieten sie nur eine kleine Produktpalette (eingekauft von Homematic IP und nichtmal vollständig) an, dann ist es teuer und schwer zu bekommen und plötzlich verschwindet es vom Markt und sie präsentieren mir ein komplett neues Portfolio, welches nicht das alte ergänzt, sondern ersetzt. Ich hätte ja nichts gesagt, wären die Gen 1 Geräte weiterhin auf dem Markt. Sind sie aber nicht. Und dann geht dir mit dem neuen Mist nach der Garantiezeit ein Teil kaputt und du kriegst nichtmal mehr Ersatz, weil BSM wieder was neues gekocht hat, sondern darfst dich um eine teure Reparatur kümmern - wenn überhaupt.



Lt. Homematic können die Heizkörperthermostate auch einen automatischen hydraulischen Abgleich durchführen, bei Bosch geht das lt. Bosch  mit HT 1 nicht. (HT 2 weiss ich nicht). Allerdings ist das ein komplexes Thema, da die mechanischen Heizkörperventile für einen echten hydr. Abgleich oft ausgetauscht werden müssen. Diese haben dann eine zusätzliche Einstellmöglichkeit für die Durchflussmenge. Das kann ein smartes HT Ventil aber nicht leisten und Heizungsfachleute raufen sich die Haare bei der Aussage , dass Homematic das mit jedem normalen Ventil kann. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass man einen ähnlichen Effekt erzielen könnte wenn sich die HT Ventile untereinander unterhalten, die Aufheizgeschwindigkeit der verschiedenen Räume misst und abgleicht. Eine andere Variante wäre eine Optimierung durch Messung der Strömungsgeräusche. Trotzdem fehl dann immer noch die Grundeinstellung der max. Durchflussmenge, um die Mengen optimal auf jeden Raum zu verteilen.